Le Noir de l’Étoile

Les Percussions de Strasbourg

Parochialkirche - GoogleMaps

Alvin Lucier
Clocker
for amplified clock, performer with galvanic skin response sensor and digital delay system (1978–1988/2017) UA der Neufassung

Gérard Grisey
Le Noir de l’Étoile
für sechs räumlich verteilte Schlagzeuger, Tonband und Sprecher (1989/1990)

Alvin Lucier Performer
Hauke Harder Klangregie

Les Percussions de Strasbourg
Minh-Tam Nguyen, François Papirer, Galdric Subiran, Théo His Mahier, Florent Duverger, Thibault Weber

Wolfgang Korb Sprecher

Frederic Prin Klangregie
Laurent Fournaise Licht & Bühne
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„Wenn es der Musik gelingt, die Zeit zu beschwören, dann wird sie Teil einer wahrhaft schamanistischen Macht: jener, uns mit den Kräften zu verbinden, die uns umgeben.“
Gérard Grisey

Zwei Werke aus unterschiedlichen Galaxien des musikalischen Universums, die beide die Zeit selbst zu greifen versuchen: Mit „Le Noir de l‘Étoile“ von Gérard Grisey (1946–1998) bringt MaerzMusik 2017 eine der beeindruckendsten Arbeiten des französischen Spektralisten nach Berlin. Pulsare – die „Taktgeber der Raumzeit“ – bilden darin den klanglichen und poetischen Ausgangspunkt für ein monumentales Raumstück für sechs Schlagwerker, das von Rotation, Periodizität, Verlangsamung und Beschleunigung getragen wird.

Alvin Luciers “Clocker” wiederum arbeitet mit irdischen Uhren und der menschlichen Wahrnehmung von Zeit. Für das Festival für Zeitfragen hat der amerikanische Komponist eine neue Version seiner auf Biofeedback aufbauenden Raumkomposition aus dem Jahr 1978 erstellt. Das Werk imaginiert eine Welt, in der ein einzelner Mensch durch die Kraft seiner Gedanken das Vergehen der Zeit beeinflussen kann.

Mit Unterstützung von Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Ev. Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien
 
Bild: Alvin Lucier © Kai Bienert